Große Marktplätze haben keinen "Preis", sie haben einen Algorithmus. Der Preis, den du gerade siehst, kann ein anderer sein als der vor einer Stunde – oder als der, den im selben Moment jemand anders angezeigt bekommt: je nach Nachfrage, Konkurrenz, Uhrzeit, Lagerbestand und sogar je nach Gerät, mit dem du unterwegs bist.
Dynamic Pricing, also dynamische Preisgestaltung, gibt es, um Margen zu maximieren, nicht um Käufern einen Gefallen zu tun. Ein Preis kann genau dann steigen, wenn ein Produkt knapp wird, oder fallen, sobald ein Konkurrent seinen eigenen in Echtzeit senkt.
Am wirksamsten entziehst du dich diesen Schwankungen, indem du auf die Preishistorie schaust statt auf den Preis des Augenblicks: Ein um 20 Prozent reduziertes Produkt kann trotzdem mehr kosten als sein Durchschnittspreis der letzten drei Monate.
Deshalb vergleichen wir für dasselbe Produkt mehrere Händler, statt nur auf einen zu schauen: Ein "Blitzangebot" in einem Shop fällt oft mit einem niedrigeren Preis zusammen, der in einem anderen schon seit Wochen stabil ist.